TAG13) Was passt in einen operierten Magen? Der Füllstandsanzeiger

Ich zeige Euch mal, an was ich mich heute herangetraut habe…

Das Mittagsmahl sah vielversprechend aus und ich habe mir mal gar keinen Kopf gemacht was ich „schon essen darf“ und was nicht.

Der Doc hat mir gesagt, nach der Krankenhauszeit einfach mal alles langsam und gemächlich ausprobieren. Es ist mir also alles erlaubt worden „was geht“ und was nicht geht würde ich dann schon selbst merken 😉

Da kommen wir schon zum Thema Füllstandsanzeiger:

Der jetzt wohl nur noch um die ca 150ml Volumen fassende Magen ist, wie kann man es nur glauben „überraschend“ schnell voll!

Was das genau heißt, zeige ich Euch heute mal an einem vorher nachher Bild.

Der Speiseplan kombinierte heute meine Leibspeisen mit der Vernunft möglichst viel Eiweiß zu sich zu nehmen.

Warum erkläre ich Euch gern in einem anderen Beitrag, den ich dann bald hier verknüpfen werde.

Also was kam auf den „Kuchenteller“ ? Ein Mikrostück Rinderfilet, an Tortellini mit Steinpilzfüllung und einem Eiweißsalat mit Remoulade angerichtet.

1) Warum und in welcher Reihenfolge habe ich gegessen und 2) wie lange hat es gedauert, bis ich das hier gegessen hatte?

Zu Frage 1) anders als vorher, wo man evtl aus Kindeszeit noch „das Beste zum Schluss“ aß, ist die Reihenfolge nun eine ähnlich egoistische, aber klar der Gesamtmenge geschuldete Entscheidung.

Da ich sehr gerne Fleisch esse und genau diese Tortellini nur ganz knapp dahinter auf meinem Wunschzettel stehen, war die Reihenfolge nun erst Fleisch, dann Tortellini und dann erst fast gar nichts vom Eiersalat.

Warum? ganz einfach man weiß ja am Anfang nicht wieviel man wirklich schafft und dann das Beste zum Schluß zu lassen wäre ja wohl mehr als dämlich, denn ich habe die kleine Portion tatsächlich nicht aufbekommen.

Zu 2) Seht hier selbst, an dieser Stelle war nach genau 10min Kuchengabeln und kauen, kauen, kauen, bevor Schlucken definitiv und unweigerlich Schluss!

Genau aus dem Grund waren nur die 1,5 Tortellini und eigentlich der ganze Eiersalat übrig geblieben – mein Hund hat sich dann direkt über den Rest als zusätzliches Leckerli gefreut 😉

So verkommt hier auch weiterhin nix 🙂

Aber ich wollte Euch von dem Füllstandsanzeiger berichten, der bei mir felsenfest zu funktionieren scheint.

Nach langsamen, kleinen, wohl gekauten Bissen gibt es irgendwann (recht früh, weil 150ml ja wirklich nicht viel sind) ein lang nicht mehr gespürtes erstes Völlegefühl. Tatsächlich ist man dann schon satt!

Wie „satt“???, das kannte ich die letzten Jahre gar nicht mehr und deshalb muss ich lernen damit erst mal wieder umzugehen. Früher hat man, wenn der erste Teller Nudeln weg war, noch Nachschub genommen und aus reinem Appetit, weil es ja so lecker war auch noch die Reste der Frau aufgegessen… aber den Spieß gilt es ab sofort umzudrehen. Meine Frau kriegt jetzt meine Reste und „keinen eigenen Teller“, auch sie will ja schließlich mit abnehmen auch ohne Op 😉

Also 1. der neu zu erkennende Sättigungspunkt.

2. ein Aufstoßen, das bekannte „Bäuerchen“, was man auch von Babies kennt 😉

3. ein plötzlicher Schluckauf (entweder wenn zu schnell gegessen, oder darüber hinaus etwas zuviel). Der legt sich dann aber bald wieder beim Einlegen einer sofortigen Zwangspause.

Falls man allerdings all das ignoriert und es auf 4. ankommen lässt, sind die Tischmanieren umgehend abzulegen und sich unaufgefordert und unverzüglich auf die Toilette zu begeben, denn dann will zumindest der sich zusätzlich angesammelte Speichel wieder raus, um etwas Platz zu schaffen im dem kleinen Magen.

Wie ich an anderer Stelle beschreibe, ist das kein Erbrechen, sondern ein Spucken, wie ich es nenne. Es kommt also nur die geschluckte Spucke und kein Essen.

Sollte man aber etwas nicht vertragen, dann will natürlich, zur sofortigen Entspannung der Gesamtsituation, auch der Essensbrei raus. Das stellt man aber sofort fest. Normalerweise stellt sich nachdem die Spucke zuerst rauskommt, meist direkt eine nennenswerte Erleichterung ein und man spart sich die weiteren Sachen 😉

Wenn da jetzt nur insgesamt so wenig reingeht in den verkleinerten Magen, warum dann Erbrechen? Und überhaupt besser langsam und wachsam als schnell und dann zwangsweise auf die Toilette.

Alles eine Lernkurve, die ich aber schnell raus hatte. Alles kein Problem.

4 Kommentare zu „TAG13) Was passt in einen operierten Magen? Der Füllstandsanzeiger

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